Panama City, Tag 4


Wir sind heute mit der Organisation unserer Weiterreise nach Kolumbien beschäftigt. Was die wenigsten wissen ist, dass es keine Strasse zwischen Panama und dem angrenzenden Land Kolumbien gibt. Die Panamericana ist somit keine durchgehende Route von Nord- nach Südamerika. Zum einen hatten die Amerikaner nur Interesse am Bau und der logistischen Anbindung des Panamakanals und zum anderen möchte man den Drogenhandel und die damit verbundenen unerwünschten Warenströme aus Kolumbien nicht noch erleichtern. Also wurde alles von Norden her gebaut und der östliche Teil Panamas mit dem ökologisch vielfältigstem Nationalpark Darién blieb bis heute weitestgehend unerforscht. Gefahren aller Art lauern im Dickicht des Dschungels: giftige Schlangen und Frösche, Verstecke von Drogenkartellen und indigene Volksgruppen. Der Urwald, der bis weit nach Kolumbien hinein reicht und Traveller vor eine schwierige Aufgabe stellt, wird deshalb auch als "Darien Gap" bezeichnet. Aufgrund der Drogenproblematik gibt es keine Fähre, sonstige öffentliche Verkehrsmittel oder gar Tourismus, um nach Kolumbien zu gelangen. Wir sind schon seit Wochen damit beschäftigt mit Reedereien und Schiffsagenten zu verhandeln, wie wir am Besten nach Südamerika kommen.

Nach unzähligen Mails haben wir folgenden Plan: Wir werden unser Expeditionsmobil am 03.12.16 mit einem Containerschiff von Colon (Panama) nach Cartagena (Kolumbien) verschiffen lassen. Nachdem wir unser Fahrzeug nicht begleiten können, müssen wir von Panama City über Bogota nach Cartagena fliegen und am 06.12.16 unser Mobil in Empfang nehmen. Das ist zumindest einmal die Theorie. Die Praxis ist natürlich wie immer etwas komplexer und daher müssen wir in den nächsten Tagen zu unterschiedlichen Behörden gehen, um unser Fahrzeug "exportieren" zu können.


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