Tocopilla, Chile


So wunderbar die Einsamkeit auch ist - leider gibt es natürlich kein Internet. Und so fahren wir heute mit weinenden Augen an traumhaften Küstenabschnitten vorbei, an denen man an jedem Einzelnen locker zwei Wochen Urlaub verbringen könnte, um mal wieder ans Netz zu kommen.

Die Küste ist hunderte Kilometer total einsam, nur Vögel, Seelöwen und die Wellen durchbrechen die Stille und von der Schönheit ist die Strecke vergleichbar mit den berühmten Küstenstraßen dieser Welt. Aber während an die Great Ocean Road tausende Touristen pilgern, sind wir hier die einzigen, die eine Kaffeepause am weißen Sandstrand einlegen. Die Kinder staunen nicht schlecht, als wir riesige Muscheln und 40 cm lange Vogelfedern finden.

Die benötigte Netzabdeckung finden wir abends in dem Örtchen Tocopilla, einem von hoher Arbeitslosigkeit betroffenem Nitrathafen an der Pazifikküste, in dem wir aber wenigstens auch einen kleinen Supermarkt finden. Als wir heute nämlich die Region gewechselt haben, mussten wir wieder zum Zoll, der uns einiges an frischen Produkten abgenommen hat, weil wohl eine Epidemie sein Unwesen treibt. So pingelig wie Chile haben wir noch kein Land erlebt, jedenfalls lohnt es sich hier nicht Honig einzukaufen, weil dieser bevor er gegessen auch schon vom Zoll konfisziert worden wäre.


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