Los Andes, Chile


Mit einigen Tagen Verspätung schaffen wir es heute doch endlich an die chilenische Grenze. Wir stellen fest, dass dies wohl der Hauptknotenpunkt für den Schwerlastverkehr von Brasilien, Paraguay und Argentinien nach Santiago ist und werden deshalb mit einer ellenlangen Schlange von LKWs konfrontiert. Zum Glück wollen weniger Autos den Grenzübertritt, so dass wir bald an der Reihe sind. Aber diesmal wird die Lebensmittelkontrolle sehr streng und genau durchgeführt. Drei Grenzbeamte und ein Spürhund gehen in unser Mobil, filzen und schnüffeln alles durch. Sogar unter den Matratzen wird geschaut und wir müssen Knoblauch, Ingwer und Chiasamen abgeben. Wir sind froh, als wir endlich fertig sind und stellen uns wieder in die Reihe der LKWs, um im nächsten Abwicklungsschub auf die Straße zu kommen.

Portillo, nächster Ort nach der Grenze, ist eines der beliebtesten Skigebiete Chiles und mit ultrasteilen Hängen versehen. Nicht nur Nationalmannschaften aus den USA und Europa benutzen es als Sommercamp, auch die Geschwindigkeit von 200km/h wurde hier zum ersten Mal durchbrochen.

Nach diesem Skigebiet fahren wir imposante Haarnadelkurven hinunter, die Valentina als "Schlingellinien" tituliert.

Die Lebensmittelversorgung der letzten Tage war schon wieder etwas problematisch: da man ja nach Chile nichts an Obst/Gemüse/Honig/Fleisch/Wurst/Käse/Eier etc. mitnehmen darf, haben wir im letzten Supermarkt in Mendoza nur für die geplanten zwei Tage Wildnis eingekauft (sonst muss der Rest weggeschmissen werden). Der Kühlschrank ist leer und somit steuern wir so schnell wie möglich den geliebten Jumbo Supermarkt in Los Andes an und versorgen uns mit Brot und Butter, das gleich auf dem Supermarktparkplatz mit Heisshunger verschlungen wird. Irgendwie fühlen wir uns nach Argentinien hier in Chile ein wenig wie zu Hause angekommen...


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